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Klimaschutz - Moornutzungsstrategien
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Abschätzung des Klimaentlastungspotenzials, der
betriebswirtschaftlichen Effekte und des volkswirtschaftlichen Nutzens
von alternativen Moornutzungen
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| Gefördert durch das BMBF im Rahmen des Programms
„Forschung für den Klimaschutz und Schutz vor Klimawirkungen“ |
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2006 - 2009 |
| Pojektkoordinator: |
Dr. Matthias Drösler |
Klimaschutz - Moornutzungsstrategien
Kurzfassung:
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Klimaschutz - Moornutzungsstrategien
Weltweit sind in Mooren bis zu 450 Milliarden Tonnen
Kohlenstoff festgelegt, was etwa einem Drittel des Bodenkohlenstoffs
entspricht. Durch intensive Nutzung oder Klimawandel sind diese
Kohlenstoffspeicher gefährdet. Nutzungsbedingte Emissionen aus
deutschen Mooren werden mit bis zu 12 Millionen Tonnen
Kohlenstoffäquivalenten pro Jahr geschätzt. Damit zählen
Moore zu den größten Einzelquellen. Alternative
Moornutzungen, etwa durch extensivere Wiesen- und Weidennutzungen,
Anbau von nachwachsenden Rohstoffen oder Renaturierung, bieten das
Potenzial, diese Emissionen zu reduzieren. Um den gesamten Klimaeffekt
zu betrachten, müssen aber neben Kohlendioxid gerade in Mooren
auch die Flüsse von Methan und Distickstoffoxid erfasst werden. Da
die Datenlage für die Abschätzung des
Klimaentlastungspotenzials durch Moormanagement noch sehr
lückenhaft ist, wird in sechs repräsentativ über
Deutschland verteilten Moorgebieten der Spurengashaushalt mittels
Haubentechniken untersucht. Die betriebswirtschaftlichen Effekte einer
Umnutzung zu klimaentlastenden Nutzungsformen werden ebenso abgebildet
wie der volkswirtschaftliche Nutzen. Basierend auf Szenarien
zukünftiger Flächennutzung werden
fernerkundungsgestützte Methoden zur Hochskalierung der erwarteten
Entlastungseffekte erprobt.
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Klimaschutz
- Moornutzungsstrategien
Verbundpartner:
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TUM-VegÖk
Lehrstuhl für Vegetationsökologie
Wissenschaftszentrum Weihenstephan,
Technische Universität München,
Prof. Dr. Jörg Pfadenhauer
Dr. Matthias Drösler (Projektleitung Gesamtverbund)
Dr. Wolfram Adelmann
Dipl.Biol. Christoph Förster
Msc. Lindsey Bergmann
Am Hochanger 6 85350 Freising
tel. 08161 713715
fax. 08161 714143
droesler@wzw.tum.depfadenhauer@wzw.tum.de
IÖW
Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung
Dipl.Ökonom Ulrich Petschow
Dipl.-Ing.agr. Alexandra Dehnhardt
IÖW-Geschäftsstelle Berlin
Potsdamer Straße 105
D-10785 Berlin
tel. 030 88459423
fax. 030 8825439
ulrich.petschow@ioew.dealexandra.dehnhardt@ioew.de
LBEG
Niedersächsisches Landesamt für Boden, Energie
und Geologie
Dr. Heinrich Höper
Doktorand NN
Friedrich-Mißler-Str. 46-48,
28211 Bremen
tel. 0421 2034647
fax. 0421 20346-10
h.hoeper@bgr.de
MPI
Max-Planck-Institut für Biogeochemie,
Prof. Dr. Ernst-Detlev Schulze
Dr. Annette Freibauer
Dipl.Biol. Maria Hahn
P.O.Box 100164,
07701 Jena
tel. 03641 576164
fax. 03641 577100
afreib@mpi-bgc.de
TUM-WDL
Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaus,
Wissenschaftszentrum Weihenstephan,
Technische Universität München,
Prof. Dr. Alois Heißenhuber
Dr. Jochen Kantelhardt
Dipl.-Ing.agr. Lena Schaller
Alte Akademie
85350 Freising
tel. 08161 714008
fax. 08161 714426
kantelhardt@wzw.tum.de
ZALF-BLF
Institut für Bodenlandschaftsforschung,
Leibniz-Zentrum für Agrarland-schaftsforschung (ZALF) e.V.,
Prof. Dr. Michael Sommer
Dr. Lothar Müller
Dipl.Geogr. Franz Zinnecker
Eberswalder Str. 84
15374 Müncheberg
tel. 033432 82400
fax. 033432-82233
sommer@zalf.de
ZALF-LSD
Institut für Landschaftsstoffdynamik,
Leibniz-Zentrum für Agrarland-schaftsforschung (ZALF) e.V.,
Prof. Dr. Jürgen Augustin
Dipl.-Biol. Merten Minke Herr Schmidt
Eberswalder Str. 84
15374 Müncheberg
tel. 033432 82376
fax. 033432-82233
jaug@zalf.de
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Klimaschutz -
Moornutzungsstrategien
Projektstruktur
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Im Strukturbild kommt der Charakter des Vorhabens zum
Ausdruck: Die Testgebiete sind die Objekte (Säulen) in denen in
einem vergleichenden Ansatz die querschnittsorientierten Arbeitspakete
(horizontale Flächen) durchgeführt werden. Es sind jeweils
nur die für das AP verantwortlichen Partner genannt, wobei
generell alle Partner an der Bearbeitung beteiligt sind, die für
das jeweilige AP wesentliche Beiträge liefern können. So wird
beispielsweise das AP Politikberatung in enger Zusammenarbeit zwischen
MPI und TUM-VegÖk bearbeitet.
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Klimaschutz -
Moornutzungsstrategien
Arbeitspakete
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Ermittlung des Spurengasaustausches (LBEG,
TUM-VegÖk, ZALF-LSD)
In sechs deutschen Testgebieten werden
Spurengasmessungen mittels Haubentechniken in einem vergleichenden
Ansatz zwischen den verschiedenen Landnutzungstypen durchgeführt.
Es werden Intensitätsgradienten in bestehenden und evtl.
zukünftig relevanten Flächennutzungen abgebildet.
Für die Jahresbilanzen ist geplant, die Messungen
über die beiden Messjahre (2007/2008) durchzuführen, wobei
neben dem Monitoring auch experimentelle Prozessstudien (z.B.
Verschattungsexperimente, kleinstandörtliche Unterschiede
insbesondere in Weidesystemen etc.) durchgeführt werden. Um
jahreszeitliche Unterschiede und Extreme in die Bilanzen einbauen zu
können, werden die Messungen jeweils über das gesamte
Kalenderjahr stattfinden.
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Spurengase im Bodenprofil (MPI, ZALF-LSD)
Produktionsraten und -bedingungen für CO2, CH4 und
N2O im Bodenprofil werden an Bodensäulen aus den Testgebieten im
Laborversuch erfasst und wesentliche Steuerparameter für den
Spurengasaustausch (z.B. Wasserstand, Strahlung, Temperatur)
manipuliert. Dies dient dazu, die Reaktion der Spurengasflüsse
unter kontrollierten und extremen Bedingungen zu erfassen und damit die
Modellierung des Gasaustausches zu unterstützen.
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Modellierung der Spurengasbilanzen
(TUM-VegÖk, MPI)
Die haubenbasierte Erfassung der Spurengasflüsse
wird in einem kampagnenorientierten Ansatz in Zeitschritten von 2-3
Wochen durchgeführt. Diese Kampagnen dienen der Parametrisierung
von Austauschmodellen anhand von Steuerparametern wie Strahlung,
Temperatur. Für die jeweiligen Gase werden unterschiedliche
Modellierungsverfahren eingesetzt, je nach standortbezogener
Abhängigkeit der Gasflüsse von den Ausprägungen der
Steuerparameter. Die Modellierung wird auf 0.5 Stunden-Schritte
ausgelegt. Im TG4 können erstmals manuelle und automatische Hauben
in einem vergleichenden Ansatz nebeneinander gefahren werden und
erlauben, die modellierten Spurengasbilanzen mit direkt gemessenen zu
validieren. Ergebnis der Modellierung sind robuste Emissionsfaktoren
für die jeweiligen Gase, die sensibel auf Zustandsparameter
reagieren. Diese Emissionsfaktoren werden in die Regionalisierung der
Spurengasbilanzen eingespeist.
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Regionalisierung der Spurengasbilanzen für
die Testgebiete unter der Flächennutzung der Szenarien und
Hochskalierung (ZALF-BLF)
Die ermittelten Emissionsfaktoren werden anhand der
Flächennutzungen im IST-Zustand und in den identifizierten
Szenarien auf das jeweilige Gesamtgebiet hochskaliert. Die Basis dieser
Hochskalierung bildet eine Landnutzungsklassifikation aus
Fernerkundungsdaten. Für eine Gebietsgröße von ca. 30
km 2 wird der Effekt unterschiedlicher räumlicher Auflösung
von Eingangsdaten auf die Spurengas-Flächenbilanzen quantifiziert.
Unter der Annahme, dass sich aus der Kombination von Landnutzungs- mit
Bodeninformationen geeignete Indikatoren für die Extrapolation der
annuellen Spurengasflüsse ergeben, lassen sich letztere auch in
größere Raumausschnitte hochskalieren. Hierfür werden
in den TG´s z.B. hyperspektrale Sensoren insbesondere für
die flächenhafte Darstellung des Bodenwasserhaushaltes verwendet
und mit den Flächennutzungen verrechnet.
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Betriebswirtschaftliche Analyse der
Landnutzungsszenarien der Testgebiete (TUM-WDL)
Im Rahmen ausführlicher
einzelbetrieblicher Modellrechnungen mehrerer Szenarien werden die
ökonomischen Konsequenzen klimaverträglicher
Bewirtschaftungsmaßnahmen, unter Berücksichtigung
gegenwärtiger und zukünftiger agrarpolitischer Entwicklungen,
berechnet. Die Szenarienrechnungen sollen hierbei so gestaltet sein,
dass sich die ökonomischen Kenndaten auf die Gesamtsituation der
Moorstandorte in Deutschland übertragen lassen. Als Datengrundlage
zur betriebswirtschaftlichen Situation in den Testgebieten werden
bereits vorliegende statistischer Daten ausgewertet, zudem erfolgt die
Befragung betroffener Landwirte und entsprechender Experten vor Ort.
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Volkswirtschaftliche Analyse der
Landnutzungsszenarien für die Testgebiete (IÖW)
Eine volkswirtschaftliche Analyse
untersucht die Konsequenzen alternativer Nutzungsformen in ihren
Effekten auf die Bereitstellung verschiedener ökologischer
Leistungen. Die positiven Effekte der betrachteten
Landnutzungsszenarien auf verschiedene Nutzenkategorien des gesamten
Wertes eines Ökosystems werden identifiziert, quantifiziert und
anschließend einer ökonomischen Bewertung zugeführt.
Die Effekte der Landnutzungsänderungen werden in ihren
unterschiedlichen Kosten- und Nutzenaspekten (über die Minderung
der Treibhausgase hinaus) bewertet und auf ihre Verteilungsaspekte
überprüft.Die Kosteneffizienz der
Maßnahmen des Moorschutzes wird zudem in Relation zu
Maßnahmen bspw. in der Industrie bewertet.
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Gesamtökonomische Bewertung der
Landnutzungsszenarien (TUM-WDL, IÖW)
Im Rahmen einer gesamtwirtschaftlichen
Nutzen-Kosten-Analyse werden positive und negative Effekte der
betrachteten Landnutzungsszenarien zusammen geführt. Neben der
rein monetären Bewertung ist in diesem Schritt auch eine
Expertenbefragung vorgesehen sowie partizipative Ansätze, die die
Akzeptanz der Veränderung der Landnutzungen vor Ort
überprüft. Die gesamtökonomische Analyse liefert damit
Beiträge zur Bewertung der Szenarien.
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Stakeholderbeteiligung (IÖW, TUM-WDL, LBEG,
TUM-VegÖk, ZALF-LSD)
Die Einbeziehung der unterschiedlichen Stakeholder soll
zur Bereitstellung von Informationen beitragen, zudem sollen die
hemmenden und fördernden Faktoren der Umsetzung von
Maßnahmen zum Klimaschutz durch Moormanagement identifiziert
werden. Die in dieses Verfahren eingebundenen Stakeholder umspannen
sowohl die Landnutzer und Interessensvertreter aus den Testgebieten,
die Gebietsbetreuungsorganisationen aber auch Vertreter von
Behörden, in deren Verantwortungsbereiche Themen der Testgebiete
fallen (z.B. Naturschutzbehörden, Wasserwirtschaft,
Landwirtschaftsämter, ländliche Neuordnung) oder die
übergeordnete Programme mit Auswirkungen auf die Testgebiete und
die Umsetzung des hier beantragten Vorhabens vertreten (zuständige
Ministerien für z.B. Moorentwicklungsprogramme,
Klimaschutzstrategien etc).
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Politikberatung (MPI, TUM-VegÖk)
Die im Projekt geplante Politikberatung
konzentriert sich auf Klimaschutz und seine Synergien mit anderen
Politikfeldern. Dazu werden halbjährliche Auswertungen der
internationalen Verhandlungen zum zukünftigen Klimaschutz im
Hinblick auf Anrechenbarkeit von Moorschutz erfolgen. Mindestens einmal
jährlich findet ein Austausch mit den deutschen Vertretern bei den
internationalen Verhandlungen im Bereich Biosphäre statt. Zudem
werden die Projektergebnisse für die deutsche Bundes- und
Landespolitik sowie, je nach Stand der Ergebnisse, auf den
Weltklimakonferenzen 2008 oder 2009, präsentiert. De weitern
werden politikspezifische Toolkits zur praktischen Umsetzung für
die Zielgruppen „Internationale, nationale und regionale Politik“ sowie
„lokale Bevölkerung, Interessengruppen, Landnutzer“ erstellt.
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Klimaschutz -
Moornutzungsstrategien
Testgebiete:
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| Lage der Testgebiete (Moorkarte aus Schopp-Guth, 1999)
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TG1 Ahlen-Falkenberger Moor (Niedersachsen):
Hochmoor
- 2 Naturschutzgebiete (naturnahe Hochmoorvegetation)
im westlichen und östlichen Bereich
- landwirtschaftliche Nutzung (v.a..Grünland;
vereinzelt Acker) in Nordwesten und zentralem Bereich
- Teilbereiche mit Abtorfung
- 2 Untersuchungs-Teilgebiete: 1 naturnaher sowie 1
landw. genutzter bzw. wiedervernässter Bereich
TG2 Niedermoore in der Dümmer-Region
(Niedersachsen):
Nährstoffreiche Verlandungs- und
Überflutungs-Niedermoore
- überwiegend als Grünland, zunehmend auch
als Ackerland genutzt
- Wiedervernässung in einigen Gebieten
(Osterfeiner Moor)
- TG2a: seit über 10 Jahren
Vernässungsvarianten auf extensiv genutztem
Niedermoorgrünland
- TG2b:Untersuchung intensiv landwirtschaftlich
genutzter Flächen im Umfeld einer
Boden-Dauerbeobachtungsfläche; Ackerbau (Silomais) und intensives
Grünland als Varianten
TG3 Peene-Flusstalmoor (Mecklenburg-Vorpommern):
tiefgründige, stark entwässerte
Durchströmungsniedermoore in enger Verbindung mit Quellmooren
- Teil des Naturschutzgroßprojektes
"Peene-Haff-Moor/Peenetal" (Gesamtfläche ca. 45.000 ha)
- zahlreiche Natur-, Landschafts- und
EU-Vogelschutzgebiete
- Vegetationskomplexe: Saatgrasland, Wälder,
Riede, Röhrichte, Feuchtwiesen, Staudenflure
- Landwirtschaftliche Nutzung: extensives
Grünland
- Bis 2008 werden ca. 20.000 ha wiedervernässt
oder rücküberflutet (Moorschutzprogramm M-V)
TG4 Rhin-Havelluch (Brandenburg)
flachgründiger, stark entwässerter
Versumpfungsmoorkomplex
- extensiv genutztes Grünland (Wiese und Weide)
mit periodischem Umbruch (Anbau von Silomais)
- angespannter Landschaftswasserhaushalt à kaum
Chancen zu Wiedervernässung/Rücküberflutung.
- neben extensivem Grasland u. intensiver
Grünlandnutzung, Anbau nachwachsender Rohstoffe als klimatisch und
ökonomisch interessante Alternative
- Forschungsstation Paulinenaue des ZALF: seit Beginn
der 1990er Jahre Lysimeter-, und Feld- und
Großflächenexperimente: Untersuchung der Praxistauglichkeit
einer breiten Palette alternativer und moorschonender Varianten der
Grünlandnutzung (extensive Wiese und Weide, Anbau von
nachwachsenden Rohstoffen) im Vergleich zur herkömmlichen
Bewirtschaftung (Umbruch)
TG5 Freisinger Moos (Bayern)
Durchströmungsniedermoor:
- dominierende Grünlandnutzung (intensiv und
extensiv), randlich auch Ackernutzung
- bedeutendes Wiesenbrütergebiet
(großflächige Grünlandbewirtschaftung)
- sekundäre Kleinseggenrieder,
Großseggenrieder und Weidengebüsche markieren
Zielzustände für renaturierte Niedermoorflächen
- experimentelle Renaturierung während des
Projektes auf Streuwiesen und intensiv genutztem Grasland geplant
TG6 Mooseuracher Moore: Breitfilz (Bayern)
Hochmoorkomplexe innerhalb der ausgedehntesten
Hochmoorregion in Süddeutschland
- dominiert von vorentwässerten Hochmoorheiden,
Hochmoorbirken- und Spirkenwäldern, naturnahen
Hochmoorflächen, extensiver Wiesennutzung und
Renaturierungsflächen
- experimentelle Renaturierungsvarianten (1993)
- Ende 2005 zweite Stufe der
Renaturierungsmaßnahmen.
- Erfassung des zeitlichen Effektes unterschiedlich
alter Renaturierungsflächen auf die Spurengasbilanzen in einem
engem räumlichen Verbund
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Untersuchungsvarianten
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