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Persistenz und Ausbreitung von transgenen Kulturpflanzen und verwandten
Wildpflanzen.
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| Förderung/Finanzierung durch: |
Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltschutz |
| Projektbeginn: |
Sept. 2000 |
| Laufzeit: |
2000 bis 2004 |
Dieses Forschungsprojekt befasst sich mit der Überlebensfähigkeit
von transgenen und konventionellen Rapssamen im Boden. Auch ein Vergleich
zu nahverwandten Wildpflanzen wird gezogen.
Projektbeschreibung: |
Der Kenntnisstand über die Persistenz von Pflanzen und Pflanzenpopulationen auf Ackerflächen ist
bislang -speziell wegen der schwierigen Erfassbarkeit- äußerst lückenhaft. Die Persistenz hat jedoch entscheidenden Einfluss
auf den langfristigen Etablierungserfolg von Transgenen in Agrarökosystemen. Daher spielt sie eine wichtige Rolle bei der Beurteilung
der ökologischen Risiken durch Freisetzung von GVP's. Folgende zwei Fragen stellen deshalb den Schwerpunkt des Projektes dar:
- Wie lange überdauern Diasporen gentechnisch veränderter Kulturpflanzen bei unterschiedlicher Bodenbearbeitung und wie unterscheiden sie sich diesbezüglich
von herkömmlichen Sorten?
- Wie lange überdauern Diasporen von Rübsen und andere potentiell kreuzungskompatible Wildpflanzen bei unterschiedlicher Bodenbearbeitung?
Die Freisetzung erfolgte auf dem Versuchsgelände der TU München-Weihenstephan. Es wurden gentechnisch veränderte Rapssorten sowie ihre konventionellen
Ausgangslinien, Rübsen und 13 Wildpflanzenarten ausgesät. Der Versuch besteht aus drei Wiederholungen und drei Bodenbearbeitungsvarianten, da der Boden einen entscheidenden
Einfluss auf die Überdauerung der Samen hat. Um die Abnahme des Samenvorrats im Boden durch die keimenden Samen abschätzen zu können, wird die Auflaufrate der
Keimlinge durch Auszählen bestimmt. Die Persistenz der Diasporen im Boden wird über mehrere Jahre unter praxisüblichen Bewirtschaftungsbedingungen verfolgt.
Damit eine gute zeitliche Auflösung der Samenmenge im Boden gewährleistet ist, wird die Beprobung der Bodensamenbank mehrmals pro Jahr in aufeinanderfolgenden Jahren
durchgeführt. Zwei methodische Ansätze zur Bestimmung der Samenmenge und der Überdauerung werden angewandt. Einmal werden die Proben durch ein Siebsystem ausgewaschen
und zum anderen kommt die Keimmethode im Gewächshaus zur Anwendung. Während des laufenden Versuchs werden die Parzellen praxisüblich bearbeitet, entsprechend der drei
Bodenbearbeitungsvarianten, jeweils zu den praxisüblichen Terminen.
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Veröffentlichungen:
A. Roller, H. Beismann, H. Albrecht (2002): Persistence of
genetically modified, herbicide-tolerant oilseed rape - first observations
under practically relevant conditions in South germany. Zeitschrift für
Pflanzenkrankheiten und Pflanzenschutz, Journal of Plant Diseases and Protection,
Sonderheft XVIII, 255-260.
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