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Institut für Physiologie

ABTEILUNG PHYSIOLOGIE
LEHRSTUHL FÜR PHYSIOLOGIE

Legehennenhaltung in alternativen Systemen

Michael H. Erhard, Institut für Tierschutz, Verhaltenskunde und Tierhygiene der Tierärztlichen Fakultät der LMU München, m.erhard@tierhyg.vetmed.uni-muenchen.de

Nach der ersten Verordnung zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungs-Verordnung vom 28. Februar 2002 sind in Deutschland zukünftig nur noch Bodenhaltung inklusive Volierenhaltung und Freilandhaltung von Legehennen erlaubt. Weiterhin wird die Einführung einer Kleinvolierenhaltung als Alternative zum europäischen ausgestalteten Käfigen diskutiert. Eine politische Entscheidung über diese Alternative wurde in Deutschland bisher nicht getroffen.
Eine Umstellung auf die alternativen Haltungssysteme erfordert nicht nur wirtschaftlich flankierende Maßnahmen, sondern auch solche hinsichtlich Forschung und Entwicklung, sowie Aus- und Fortbildung der Tierhalter. Im Jahre 2003 fielen 80,8 % der Legehennenhaltungsplätze noch auf das System der Käfig-Batterie (ZMP, Marktbilanz 2004). 
Im Rahmen eines Verbundprojekts der TUM und LMU wurden Untersuchung zum Mobilstall mit entsprechender Weidehaltung und vergleichend dazu Studien zur Volierenhaltung durchgeführt. Während beim Mobilstall die Nutzung der Weide von klimatischen Einflüssen und der Strukturierung der Weide abhängig ist, spielen bei der Volierenhaltung u.a. Besatzdichten, Einstreumaterialien sowie Hygieneprobleme eine entscheidende Rolle. Letztendlich ist auch nicht abschließend geklärt worden, welche Legehennenlinien sich für welches Haltungssystem eigenen. 
Bei insgesamt hoher Leistung und geringer Mortalität zeigten sich in unserer Studie zum Teil signifikante Unterschiede hinsichtlich der Eignung bestimmter Hennenlinien für die Volierenhaltung. Hohe Besatzdichten (18 Hennen/m2 Bodenfläche) führten zum Teil zu Leistungseinbußen, Auffälligkeiten im Verhalten und Nachteilen bei Parametern der Tiergesundheit. Die Strukturierung der Weidefläche wirkte sich positiv auf die Verhalten der Legehennen unter Freilandbedingungen aus.          



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    Letzte Änderung:26.11.2004, Renate Schöpf